
Nach kürzlichen Aktualisierungen der Endbenutzer-Lizenzvereinbarung (EULA) durch den Publisher Take-Two Interactive wird die Borderlands-Spieleserie von Spielern mit Negativbewertungen überzogen. Hier ist ein Blick auf die Reaktion der Community und was dies für die Zukunft der Reihe bedeuten könnte.
„Gemischte“ und „Überwiegend negative“ Bewertungen treffen Borderlands-Serie
Take-Twos aktualisierte Nutzungsbedingungen

Die Borderlands-Serie ist zum Ziel einer Kampagne von Negativbewertungen geworden, nachdem die Community entdeckt hatte, dass Take-Two Interactive erhebliche Änderungen an seiner Endbenutzer-Lizenzvereinbarung vorgenommen hat. Wie ein Reddit-Nutzer am 18. Mai feststellte, verzeichnen die Steam-Seiten von Borderlands, Borderlands 2 und Borderlands 3 einen Anstieg negativer Bewertungen aus Protest.
Take-Twos Nutzungsbedingungen wurden zuletzt offiziell am 28. Februar aktualisiert. Das Thema erlangte breite Aufmerksamkeit, als zahlreiche Reddit-Threads und YouTube-Videos die Änderungen kritisierten. Viele bezeichneten das neu eingeführte Anti-Cheat-Tool als aufdringliche „Spyware“.

Besorgte Spieler behaupten, dass die überarbeitete EULA unter dem Deckmantel eines Anti-Cheat-Programms Root-Zugriff auf ihre Systeme autorisiert. Dies könnte potenziell die Erfassung sensibler persönlicher Daten, einschließlich Passwörtern und Kontaktinformationen, ermöglichen. Es ist wichtig zu betonen, dass es sich dabei derzeit um unbewiesene Behauptungen handelt, da Take-Two noch keine offizielle Stellungnahme zu der Kontroverse abgegeben hat.
Die Einführung solch strenger Anti-Cheat-Maßnahmen ist für Borderlands besonders umstritten, da Modding in dieser Serie seit langem einen gefeierten Teil der Community darstellt. Die Bekämpfung von Drittanbieter-Anwendungen könnte daher einen Kernbereich der Spielerbasis verprellen. Es bleibt unklar, ob diese EULA-Anpassungen ein vorbeugender Schritt für den Start von Borderlands 4 sind, wie sie die Privatsphäre der Spieler beeinflussen oder welche Einschränkungen sie für das Spielgeschehen auferlegen könnten.
Könnte dies eine Überreaktion sein?

Während viele Fans die neue EULA als übergriffig und invasiv ansehen, haben einige Partei für Take-Two ergriffen und argumentiert, die Änderungen seien minimal. Ein Reddit-Nutzer merkte an: „Die Leute reagieren definitiv über. Diese EULA unterscheidet sich kaum von der Version, die seit 2018 gilt.“ Es ist auch erwähnenswert, dass Take-Twos Nutzungsbedingungen ein umfassendes Dokument sind, was bedeutet, dass nicht alle Klauseln direkt für die Borderlands-Spiele gelten müssen.
Die Vereinbarung stellt ausdrücklich klar, dass Take-Two als Produkteigentümer das Recht vorbehält, seine EULA zu aktualisieren, und Nutzer die Möglichkeit haben, entweder die neuen Bedingungen zu akzeptieren oder die Nutzung des Dienstes einzustellen.
Kernel-Level-Anti-Cheat-Systeme sind in kompetitiven Mehrspielertiteln wie League of Legends, Valorant und Rainbow Six Siege nicht unüblich, wo sie als Abwehr gegen Hacker dienen. Borderlands ist jedoch hauptsächlich eine kooperative, auf PvE ausgerichtete Serie mit einer begrenzten Wettkampfszene, was viele die Notwendigkeit einer solchen Software in Frage stellen lässt. Ob dies ein notwendiger Schritt für das kommende Borderlands 4 ist, bleibt abzuwarten.

Angesichts des aktuellen Aufruhrs rund um die Borderlands-Serie sind alle Blicke auf Take-Two gerichtet, um zu sehen, ob der Publisher reagieren oder seine Richtlinienänderungen überdenken wird. Trotz der Kontroverse schreitet die Entwicklung des vierten Hauptteils der beliebten Looter-Shooter-Reihe fort.
Borderlands 4 ist für den 12. September 2025 für PlayStation 5, Xbox Series X|S, Nintendo Switch 2 und PC geplant. Für die neuesten Nachrichten und Updates zum Spiel lesen Sie bitte unseren untenstehenden verwandten Artikel.